Apr
13
2009

Stressreduktion

2.4.1.5. Stärkung sozialer Ressourcen (9. Stunde)

Konsequente Fortsetzung des Identitätsthemas ist die Erweiterung der Bestandsaufnahme auf das soziale Netzwerk des Teilnehmers. Dabei wird bewusst mit dem Bild eines Netzes gearbeitet: Alle Freunde und Bekannte seien wie Maschen, die im Falle einer Belastung ein eben so wirksames oder unwirksames Sicherheitsnetz ergeben, wie zahlreich und fest sie geknüpft sind.

Dazu zeichnet der Teilnehmer sein eigenes soziales Netzwerk auf einem Arbeitsblatt in den beiden Dimensionen Nähe und jeweiliger Lebensbereich ein. Dabei erkennt er, in welchen Lebensbereichen Defizite bestehen, und wo diese Defizite bewusst herbei geführt, oder gar unbemerkt sind. Er wird dafür sensibilisiert, Veränderungen der letzten Jahre zu erkennen, und sich klar zu werden, welche Veränderungen er herbeiführen möchte. In einem zweiten Schritt sollen die Menschen benannt werden, zu denen sich der Teilnehmer einen intensiveren Kontakt vorstellen kann, um dann im dritten Schritt ganz konkret herauszuarbeiten, wie der Kontakt zum jeweiligen Menschen verstärkt oder wieder aufgefrischt werden soll.

Als praktischen Höhepunkt wird an dieser Stelle eine Phantasiereise durchgeführt, die mit der üblichen Entspannungsinduktion und Körperwahrnehmung eingeleitet wird und den Teilnehmer an einen angenehmen, warmen Ort versetzt. Das Besondere an dieser Phantasiereise liegt darin, dass der Teilnehmer sich Bekannte und unbekannte Menschen an diesem Ort vorstellt, die sich sowohl zu ihm hinbewegen, als auch von ihm fortbewegen können. Es findet, durch die eigene Dynamik der Imagination, eine Differenzierung zwischen unfreundlichen Menschen, und freundlichen Menschen statt, deren Nähe auch außerhalb der Phantasiereise gesucht werden sollte.

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