2.4.1.6. Vorbereitung auf die Zukunft, Abschluss des Kurses (10. Stunde)
Als weiterer Faktor der Stressentstehung und Reduktion wird das Zukunftskonzept des Teilnehmers thematisiert. Das Zukunftskonzept wird als ein zum Teil kognitives, teilbewusstes Konstrukt vorgestellt, das eine mehr oder weniger reale Kalkulation der zukünftigen Möglichkeiten darstellt – und sich damit auf die Gestaltung der Gegenwart auswirkt. Eine proaktive, konstruktive Ausgestaltung dieses Zukunftskonzeptes wirkt sich positiver auf die Lebensgestaltung aus, als eines, dass auf diffusen und spontanen Gedanken basiert.
Das Zukunftskonzept der Teilnehmer wird nun auf folgende Kriterien abgeklopft:
- Realismus (eine Sichtweise, die den eigenen und situationsspezifischen Möglichkeiten entspricht, und sie mit einbezieht)
- Konkretheit (Eingrenzung des Aussagebereiches auf ein enges Feld)
- Handlungsnähe (Vorsätze, denen Ansätze der Umsetzung zu entnehmen sind)
Das vorhandene Zukunftskonzept wird auf zweierlei Weise erfasst. Zum einen auf projektiver Ebene, in dem bei ruhiger Musik jeweils ein Kreis für die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft gezeichnet wird. Aus der Größe der jeweiligen Kreise wird auf die Wichtigkeit des Konzeptes geschlossen.
Des Weiteren wird ein Fragebogen eingesetzt, um das Zukunftskonzept in verschiedenen Lebensbereichen zu untersuchen und daraufhin einige realistische Ziele zu formulieren, wie Stress in der Zukunft reduziert werden solle. Diesen Zielformulierungsbogen erhalten die Teilnehmer nach einem Monat postalisch zugesendet, um dann ihren Alltag auf die geplanten Ziele gegen prüfen zu können.
Nach dem Ausfüllen des Kursanalyse-Bogens, der eine Evaluation darstellt und einem Abschlussfeedback von den Teilnehmern folgt ein Verabschiedungszeremoniell, das den Teilnehmern auch emotional das Ende des Kurses vermitteln soll.