2.5. Evaluation
- Die Effekte des Gesamtprogramms wurden im Zeitraum zwischen 1994 bis 1997 auf verschiedene Weise evaluiert.
Beispielhaft sollen hier die Ergebnisse skizziert werden, die innerhalb eines Feldversuches mit 4 Gruppen in 4 Städten Sachsens durchgeführt wurde. (N=41 (28m/13W); Alter 23-59 Jahre, m=41/s=9,59; 65,8% der Teilnehmer mit Hochschul- oder vergleichbarem Abschluss). Die Rücklaufquote vollständiger Bögen betrug 63%.
Dabei wurden folgende Methoden verwendet:
- Trierer Persönlichkeitsfragebogen (TPF)
o Insbesondere bei ungünstigen Ausgangswerten konnte im Prä-Post-Vergleich ein deutlicher Zuwachs verzeichnet werden, wobei die Skala Selbstvergessenheit versus Selbstzentrierung am deutlichsten zulegte.
- State-Trait-Ärgerausdrucks-Inventar (STAXI)
o Hier nahm die passive Ärgerunterdrückung ab und der kontrollierte Ärgerausdruck zu, was für eine Zunahme sozialer Kompetenzen im Kursverlauf spricht.
- Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens (VEV)
o Um die Nachhaltigkeit der Ergebnisse zu bestimmen, wurde drei Monate nach Kurs-Ende eine Follow-Up Befragung durchgeführt. Dabei zeigten 40-50% der Kursteilnehmer eine positive Verbesserung ihrer Lebenssituation an.