2. Der Kurs “Optimistisch den Stress meistern”
2.1. Einführung
Das integrative Programm “Optimistisch den Stress meistern” versucht, zahlreiche stressrelevante Faktoren einzubeziehen und den Teilnehmern mit verschiedenen Methoden eine nachhaltige Stressreduktion zu ermöglichen.
2.2. Ziele des Kurses
Zum einen ist es Ziel des Kurses, eine symptomatische Linderung des Stresserlebens zu erreichen. Dazu sind z.B. in vielen Kursabschnitten Entspannungsübungen eingebaut. Die Durchführung in der Gruppe soll zusätzliche Entlastung bringen.
Das Hauptanliegen ist es jedoch, dem Teilnehmer Kompetenzen zu vermitteln, sich in der Welt dynamischer Veränderung zu behaupten zu lernen und über statische Lehrinhalte hinaus eine Wandlungsfähigkeit zu erlangen, die ihn Herr des eigenen Schicksals werden bzw. bleiben lässt.
Der Kurs geht in seiner Zielsetzung also darüber hinaus, das pure Stresserleben zu lindern, bzw. lediglich Stressreaktionen erkennen und lindern zu lernen. Er setzt mit einer ganzheitlichen (im Sinne eines multikausalen Stressentstehungsmodells) Sichtweise an den Ebenen an, an denen Stress aufkeimt. Es sollen also wichtige Persönlichkeitskompetenzen vermittelt werden, mit denen Stress in der Entstehung zusammen hängt.
Dabei werden auf abstrakter Ebene vier Ansätze verfolgt:
a. Prävention: Die Teilnehmer lernen, ihre Lebenssituationen so zu gestalten, dass anhaltende “Stresszustände” vermieden werden. Zusätzlich soll eine Sensibilisierung für das Auftreten eigener Stressreaktionen stattfinden, sodass frühzeitig interveniert werden kann.
b. Palliation/Bewältigung: Es werden Methoden zur Linderung bereits aufgetretener Stresszustände vermittelt und damit verbunden eine erhöhte Handlungseffizienz in stressauslösenden Problemsituationen (s. 1.2 b))
c. Persönlichkeitsentwicklung: Qualitäten der Identität, Individualität und der Zukunftsbezogenheit werden bestärkt.
d. Unterstützungsbedingungen zur Stressreduktion im Alltag werden erarbeitet und über die Kursdauer gepflegt.